Steuererklärung 2025: bis wann genau Du abgeben musst.
Die Fristen für die Einkommensteuererklärung sind nach Corona-Verlängerungen wieder klar geregelt. Wer abgabepflichtig ist, hat bis 31. Juli des Folgejahres Zeit — mit Steuerberater bis Ende Februar des übernächsten Jahres. Hier stehen alle Stichtage.
Pflicht-Fristen 2025 und 2026
| Steuerjahr | Selbstabgeber | Mit Steuerberater |
|---|---|---|
| 2024 | 31.07.2025 (vorbei) | 28.02.2026 (vorbei) |
| 2025 | 31.07.2026 | 01.03.2027 (28.02. ist Sonntag) |
| 2026 | 02.08.2027 (31.07. ist Samstag) | 28.02.2028 |
| 2027 | 31.07.2028 | 28.02.2029 |
Quelle: §149 AO (Abgabenordnung) und §149 Abs. 3 AO. Stand Mai 2026. Wenn der Stichtag auf Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag.
Wer ist abgabepflichtig?
Pflicht zur Abgabe besteht u. a., wenn:
- Du Lohnsteuerklasse III, V oder VI hattest (auch nur zeitweise)
- Du Nebeneinkünfte über 410 € hattest (z. B. Vermietung, Honorar)
- Du Krankengeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I über 410 € bezogen hast
- Du beim Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren einen Freibetrag eingetragen hattest
- Du verheiratet bist und einer von Euch Steuerklasse V hatte
- Du geschieden oder verwitwet bist und neu geheiratet hast
- Du selbständig oder Gewerbetreibender bist
Freiwillige Abgabe — bis zu 4 Jahre Zeit
Wer nicht abgabepflichtig ist (z. B. nur Steuerklasse I, keine Nebeneinkünfte), kann freiwillig abgeben — bis zu 4 Jahre rückwirkend. Stand 2026 geht also rückwirkend für 2022. Lohnt sich fast immer, weil das Finanzamt bei freiwilliger Abgabe oft Geld erstattet.
| Freiwillig abgeben für | Spätestens bis |
|---|---|
| Steuerjahr 2022 | 31.12.2026 |
| Steuerjahr 2023 | 31.12.2027 |
| Steuerjahr 2024 | 31.12.2028 |
| Steuerjahr 2025 | 31.12.2029 |
Verspätungszuschlag — was kostet zu spät?
Wer als Pflicht-Abgeber zu spät einreicht, riskiert nach §152 AO:
- 0,25 % der Steuerschuld pro angefangenem Monat, mindestens 25 €
- Maximal 25.000 €
- Zusätzlich Verzinsung der Steuerschuld mit 0,15 % pro Monat (6 % pro Jahr)
In der Praxis sieht das Finanzamt oft die ersten 1–2 Monate Verzögerung nach — aber verlassen solltest Du Dich nicht darauf.
Verlängerung beantragen
Wer absehbar nicht fertig wird, kann vor Frist-Ablauf formlos Verlängerung beantragen. Das Finanzamt gewährt häufig 2–4 Wochen, manchmal mehr — mit Begründung wie „Unterlagen fehlen noch" oder „längere Krankheit". Nach Frist-Ablauf ist es schwer, eine Verlängerung zu bekommen.
So gehst Du an die Steuererklärung
- 3 Monate vorher: Unterlagen sammeln (Lohnsteuerbescheinigung, Belege, Spendenbescheinigungen, Werbungskosten-Quittungen).
- 2 Monate vorher: Mit ELSTER, WISO Steuer, smartsteuer oder Steuerbot starten. ELSTER ist kostenlos, kommerzielle Tools kosten 25–40 € und sind meist einfacher.
- 1 Monat vorher: Erklärung fertigstellen, einmal lesen, an ELSTER absenden.
- 2–4 Monate später: Steuerbescheid kommt. Prüfen, ggf. binnen 1 Monat Einspruch einlegen.
Wie merkapp Dir hier hilft
Lege Deinen Steuer-Stichtag als Termin in merkapp an — mit drei Erinnerungen: 3 Monate vor 31. Juli (Unterlagen sammeln), 4 Wochen vorher (anfangen), 1 Woche vorher (absenden).
Häufige Fragen zur Steuererklärung-Frist
Was passiert, wenn ich die Frist verpasse?
Bei Pflichtveranlagung: 0,25 % der Steuerschuld pro Monat, mindestens 25 €. Zusätzlich Verzinsung. Bei freiwilliger Abgabe: nichts, solange Du innerhalb der 4-Jahres-Frist abgibst.
Wie weiß ich, ob ich abgabepflichtig bin?
Eindeutige Hinweise: Lohnsteuerklassen III/V/VI, Nebeneinkünfte über 410 €, Krankengeld/Elterngeld über 410 €, Eintrag eines Freibetrags. Im Zweifel: Steuerbescheid des Vorjahres anschauen oder ELSTER-Steuerhilfe lesen.
Kann ich auch ohne Steuerberater Verlängerung bekommen?
Ja, formlos beim Finanzamt beantragen — am besten 2–3 Wochen vor Frist. Begründung schreiben (Unterlagen fehlen, längere Krankheit). Häufig werden 2–4 Wochen gewährt.
Welche Software lohnt sich?
ELSTER ist kostenlos und für Standardfälle absolut ausreichend. Kommerzielle Tools wie WISO Steuer, smartsteuer oder Taxfix (25–40 €) führen Dich aber durch jeden Schritt und finden oft Posten, die Du übersehen würdest.
Lohnt sich freiwillige Abgabe immer?
Statistisch ja: 88 % der freiwillig Abgebenden bekommen Geld zurück, im Schnitt 1.063 € (Stand 2024, Statistisches Bundesamt). Vor allem bei Werbungskosten über 1.000 €, Werbungskosten im Homeoffice oder Spendenabzügen.
Trag Deinen Steuer-Stichtag jetzt in merkapp ein.
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